Verbraucherschutz – Vertragsfallen in Handy-Verträgen

Vertragsfallen in Handy-Verträgen – das ist eigentlich ein riesiges Thema. Jedenfalls, wenn es um Juristen geht. Die wollen jedoch selber Geld verdienen. Deshalb gilt die goldene Regel: Abgezockt wird überall. Vertragsfallen in Handy-VerträgenDas ist zwar illegal, wird aber trotzdem so praktiziert.

Eigentlich gilt laut echtem Verbraucherschutz die Regel: Alles, was der Kunde nicht intellektuell versteht, ist nicht juristisch zustande gekommen. Es gilt zu bedenken, dass auch Kinder und Jugendliche Verträge abschließen dürfen. Das heißt, wenn diese sich ein Kaugummi kaufen oder später nun mal teurere, technische Sachen. Der Kunde muß verstehen, auf welchen Vertrag er bzw. sie sich eingelassen hat.

Doch die Realität erschlägt quasi das Auge samt Gehirn mit langen AGBs, meist gräulich gedruckt auf der Rückseite von Rechnungen und Bestätigungen. Man befindet sich in der rechtlichen Grauzone.

Vertragsfalle Handy –  Gefahr beim Einkauf

Hier geht es mal nicht darum, ob das Einzelgerät günstiger bei Amazon, Ebay, als Sonderangebot bei Real oder bei Saturn ist. Bei der Gefahr beim Einkauf geht es um Ratenverträge und Rahmenverträge, wenn man ein Handy mit einem Tarif kauft.

Die ersten mögen direkt Vertragsbindung gedanklich schreien, aber darum geht es erst einmal auch nicht. Es gibt viele Anbieter, die einem tolle Datenvolumen, hunderte von SMS und gratis Gespräche anbieten, wenn man dort beim Online-Anbieter das Handy kauft.

Die Datenraten sind verlockend günstig, das Handy scheint auch top zu sein. Schon ist der Interessent geködert und er beißt oft an. Und schon kann man in die Vertragsfalle geraten. Immerhin gibt es bei den Online-Händlern das Widerrufsrecht, sodass man eh  schnell wieder stornieren kann.

So umgehen Sie die Vertragsfalle Handy beim Einkauf

  1. Sie sehen online in tolles Handy mit einem Supertarif. Für eine bestimmte Anzahl von Monaten müssen Sie eine monatliche Rate bezahlen, wie wirklich günstig erscheint. Das Handy wird Ihnen gratis sogar gegeben.
  2. Addieren Sie alle Monatsraten, sodass Sie an den Endpreis kommen.
  3. Vergleichen Sie diesen mit dem Preis im Laden oder online-Händlern. Sie können auch dazu Preisvergleichswebseiten wie idealo.de oder billiger.de nutzen.
  4. Substrahieren, also ziehen Sie den günstigsten Preis von den gesamten Monatsraten ab. So ermitteln Sie dann den Tarifpreis des Paketanbieters abzüglich wahre Handykosten, auch wenn das angeblich gratis ist.
  5. Vergleichen Sie den Tarif (SMS, Telefon, Daten) mit anderen Flatrate-Anbietern, ob dieser Preis woanders günstiger ist über den gesamten Ratenzeitraum.
  6. Dann können Sie erkennen, ob der Deal wirklich ein Schnäppchen ist, denn nicht immer sind die Gratisbeigaben wirklich günstiger. Dasselbe gilt für vergünstigte Handies

Vorteile der Komplett-Anbieter wie blau.de

Verbraucherschutz bei Handy-Verträgen
Es gibt bekanntlich nicht nur blau.de, sondern zahlreiche andere Anbieter auch, die verschiedene Handies samt unterschiedlicher Flatrate-Pakete anbieten. Im Gegensatz zum Einzelkauf, also Handy  beim Händler gekauft plus Flatrate bei O2, Congstar, Telefonica oder Vodafone, bieten die Komplett-Anbieter die Möglichkeit an, alles sozusagen auf Raten zu kaufen.

Das kann sich für alle lohnen, die gerade nicht viel Geld für ein neues Handy parat haben.

Tipps – vergleichen Sie die Zinsraten

  1. Die Ratenzahlung kann also für alle günstiger sein, die gerade nicht viel Geld für ein Handy auf einmal ausgeben wollen und keinen Kredit aufnehmen möchten.
  2. Haben Sie eine Kreditkarte, die Sie auch in Raten abbezahlen, lohnt sich der Zinslastvergleich mit der Endsumme des Paketanbieters.
  3. Auch gibt es die Möglichkeiten, zum Beispiel bei Hitmeister.de mithilfe von Klarna alles über Raten zu bezahlen. Wenn Sie mehr als die übliche Rate abbezahlen wollen, ist das immer und jeden Monat möglich.

Tarif-Fallen

Wenn Sie immer viel und regelmäßig telefonieren, ist oft die typische Monatsflat am günstigsten. Aber es gibt sogar in Drogeriemärkten wie Rossmann oder im Supermarkt wie netto so viele SIM-Karten unterschiedlichster Provider, dass sich eigentlich ein fester Vertrag nur noch selten lohnt.

Praktisch ist, man geht an die Kasse und lädt sein Kärtchen auf oder nimmt einen neuen Provider, weil derjenige für den Urlaub die niedrigsten Kosten in Rechnung stellt. Die sind ja schon im Kaufpreis inkludiert und können im Urlaub auch online aufgeladen werden.

Wichtig ist, auf die Drosselung zu achten und dass nicht jeder Provider alle Nutzungsarzten – wie VOIP, erlaubt.